Nach dem trubeligen Osaka sollte es als nächstes ins etwas beschaulichere Kyoto gehen. Beschaulich in soweit, dass die Einwohnerzahl nicht so hoch ist, aber der Ansturm Touristen um so größer. Warum? Es ist einfach nur wunderschön 🤩 Ich hatte aber Glück, denn die richtig großen Touristenanstürme hatte ich teilweise vor den Instagram-Sehenswürdigkeiten, aber ansonsten hatte ich auch sehr viel Ruhe und Spoiler ich hatte meinen Zen-Moment.
Direkt verliebt habe ich mich eigentlich schon am ersten Tag nach dem Einchecken ins Hotel. Dieses lag nämlich sehr nah am Kamo River, welcher sich einmal durch die komplette Stadt zieht – meine kleine Elbe sozusagen. Hier hab ich viele Stunden einfach nur gechillt, den Sonnenuntergang angeschaut oder ein Eis gegessen. Essen war aber nicht ganz gefahrlos möglich, Falken waren über den Fluss unterwegs und haben sich im Sinkflug ihre Beute, bei mir in Form eines kleinen Törtchens, geschnappt. Mit meinen Kratzern an der Hand bin ich wohl noch ganz glimpflich davongekommen. 😅
Den ersten Tag hab ich also vor allem damit verbracht mir einen kleinen Überblick über die Stadt zu machen und mir natürlich meinen neuen Lieblingsdrink zu holen- Strawberry-Frappucino, großes Yammi. In Gedanken, dem Frappucino in der Hand und guter Musik auf den Ohren bummel ich nichtsahnend durch die Gässchen und schwups huschen zwei Maiko an mir vorbei, ich war so aufgeregt, dass ich vergessen habe ich Foto zu machen. Was sind Maiko? Es sind quasi Geisha, bzw in Kyoto heißen sie Geiko, in Ausbildung. Die Frauen sind meisten zwischen 15-20 Jahre alt und gehen für 5 Jahre in die Ausbildung und sind dann grob gesagt Unterhaltungskünstlerinnen. Der Berufsstand stirbt allerdings ein wenig aus, daher ist es schon großes Glück eine zu sehen. 😊

Am zweiten Tag von insgesamt 4 Tagen, die ich eingeplant hatte, sollte es nach Arashiyama gehen, etwas am Rand von Kyoto, auf Instagram berühmt für seinen Bambus-Forest, den hab ich mir wohl auch angesehen, aber begeistert hat mich eher die Umgebung drumherum, die außer mir nicht viele entdecken wollten. Ich glaub hier sprechen die Bilder für sich. Abgerundet habe ich den Ausflug mit der Fahrt im Romantic-Train, auch hier gab‘s einiges zu sehen + einen amerikanischen Sitznachbar, der die Romantik eher im Zug als in der Landschaft gesucht hat. 😅
Kyoto wurde im 2. Weltkrieg kaum zerstört, daher gibt es in der Stadt quasi an jeder Ecke etwas traditionelles zu entdecken, vor allem am Stadtrand befinden sich sehr viele schöne Tempelanlage, die wunderschön angelegte Gärten beherbergen. Am gefragtesten ist der Goldene Tempel, es ich gerade auf der Ecke war, hatte es sich angeboten mal vorbeizuschauen, auch wenn ich nicht die einzige gewesen bin, die die Idee hatte 😅

Zufrieden und voller Eindrücke gehe ich die beiden Abende ins Bett, auch für die weiteren 2 Tage ist noch Tolles geplant, davon berichte ich im nächsten Post.









